Bereits beim Debüt in Vallelunga hatte Jacob Trost (19) aus Wiesbaden eindrucksvoll bewiesen, wie schnell er sich im Porsche Cayman GT4 RS Clubsport zurechtfindet. Am Slovakiaring legte der ADAC Hessen-Thüringen Förderpilot nach — und stellte in seinem erst zweiten Renneinsatz in diesem Fahrzeug unter Beweis, dass sein erstes Wochenende kein Zufall war.
Bereits im ersten Freien Training fuhr Trost auf Anhieb auf Platz zwei in der GT4 AM Wertung. Im zweiten Training steigerte er sich weiter und klassierte sich als Schnellster seiner Klasse und Fünfter in der Gesamtwertung — ein klares Signal, dass er das Niveau vom Vallelunga-Wochenende nicht nur bestätigen, sondern übertreffen konnte.
Den vorläufigen Höhepunkt des Wochenendes markierte das Qualifying: Jacob sicherte sich die Pole Position in der GT4 AM Klasse und Gesamtrang drei. Dass es erst sein zweites Wochenende in diesem Fahrzeug war, macht dieses Ergebnis umso bemerkenswerter — und unterstreicht einmal mehr, was für ein Potential in ihm steckt.
Nachdem Teamkollege Hans-Peter Eder die erste Rennhälfte absolviert hatte, übernahm Jacob das Fahrzeug auf Platz fünf in der GT4 AM Wertung. Was folgte, war einer der stärksten Stints des gesamten Wochenendes: Mit konstant schnellster Pace aller Fahrzeuge auf der Strecke kämpfte er sich Runde für Runde nach vorne und übergab das Auto schließlich auf Platz zwei in der Klasse. Ein Comeback, das im Fahrerlager nicht unbemerkt blieb.
Im zweiten Rennen startete Jacob von Platz sechs in der Gesamtwertung und Platz zwei in der GT4 AM Klasse. Bereits in der Anfangsphase zeigte er sein offensives Auftreten: Er überholte den Klassenführenden und kämpfte sich auf Gesamtrang vier vor.
Was dann kurz vor dem geplanten Boxenstopp passierte, war eine echte Ausnahmesituation: Das Dashboard meldete eine Slow-Puncture-Warnung an Reifen hinten links. Trost erkannte die Lage sofort, doch der Reifendruck fiel rapide — noch eine Runde musste er absolvieren, die Karkasse flog schließlich vollständig ab. Mit drei Reifen und einer blanken Felge manövrierte er den Porsche sicher und kontrolliert in die Box — eine Situation, die fahrerisches Können, Nerven und Kaltblütigkeit auf höchstem Niveau erfordert.
Das Team leistete schnelle und präzise Arbeit, wechselte den Reifen und schickte den Teamkollegen zurück auf die Strecke. Eine späte Safety-Car-Phase spielte dem Team in die Karten: Da die Zeiten beider Rennen addiert werden, konnte durch die neutralisierte Phase erheblich Zeit gutgemacht werden.
Am Ende stand Platz zwei in der GT4 AM Gesamtwertung — ein Ergebnis, das die Leistung des Wochenendes würdig widerspiegelt.
Zweites Rennwochenende, Pole Position, schnellste Rennpace, souveränes Krisenmanagement und Vize-Klassensieg: Jacob Trost ist ein Rennfahrer, der sich mit einer Konsequenz und Geschwindigkeit entwickelt, die in dieser Form selten zu sehen ist. Das Fundament stimmt — die nächsten Kapitel werden mit Spannung erwartet.
Abschließend gilt Jacobs herzlicher Dank seinem Team Wimmerwerk Motorsport, seinem Teamkollegen, allen Mechanikern und Ingenieuren für ihren unermüdlichen Einsatz, sowie seiner Familie und allen Unterstützern vor Ort. Ein besonderer Dank gilt seinen Sponsoren BAUHAUS Deutschland, Threedy und PSG Logistik — ohne deren Unterstützung wäre dieser Weg nicht möglich.
